Studium 2.0: E-Klausuren an der Uni Mainz
Im Hochschulbereich wird mehrheitlich verstärkt in E-Learning investiert. Eine besondere Vorreiter-Stellung nimmt dabei beispielsweise die Universität Mainz ein. Hier werden seit geraumer Zeit E-Klausren geschrieben. Die für PC-Arbeitsplätze konzipierten Prüfungen sollen nicht nur den Korrekturaufwand reduzieren, sondern Studierende auch effizient ihre Lernleistung aufzeigen.

E-Klausuren im Studium - Per Klick zum Prüfungserfolg


Mit ILIAS, einer speziellen Klausurensoftware, wird an der Universität Mainz schon seit einiger Zeit ein besonderes E-Learning Konzept verfolgt. Auch E-Vorlesungen und andere Angebote zum Online Lernen sind fester Bestandteil des Universitätsbudgets für E-Learning (ca. 85.000 EUR/Jahr).

Zum Thema E-Klausur berichtete die Deutsche Universitätszeitung (duz) in ihrer Ausgabe 08/14 und stellte das fortschrittliche und als Kosten sparend angepriesene System ILIAS einmal genauer auf den Prüfstand.

Schon mehrere hundert tausend E-Klausuren wurden an der Universität Mainz bislang geschrieben bzw. besser „geklickt“. Auf diesem Weg konnte bereits ein Viertel aller schriftlichen Prüfungen mit Hilfe von E-Learning erfolgen, wie der SPIEGEL berichtet. Etabliert hat sich das System der E-Klausuren insbesondere im Studienfach Medizin.

Für die Professoren bringen die elektronisch durchgeführten Prüfungen einen entscheidenden Vorteil mit sich: Korrekturen werden erleichtert und der dadurch gesparte Zeitaufwand kann den Studierenden an anderer Stelle zugute kommen. Die Studierenden selbst profitieren beispielsweise anhand der schnellen Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse. Die eingesetzte Software für die E-Klausuren unterstützt zudem verschiedene Frageformen und bietet die Möglichkeit, auch multimediale Prüfungselemente (z.B. Ton- und Filmaufnahmen) mit einzubeziehen.

E-Learning Einsatz bei Prüfungen bedarf der Pflege


Damit die E-Klausuren auch reibungslos ablaufen, müssen verschiedene Faktoren gut zusammenspielen. Es gilt ein entsprechendes Investitionsvolumen für Software und Systempflege (z.B. auch Server) aufzubringen. An der Universität Hamburg konnten sich E-Klausuren beispielsweise nicht in größerem Rahmen durchsetzen. Die Hochschule nahm diese aus Kostengründen aus ihrem Programm.

Welche Prüfmechanismen die Universität Mainz im Einzelnen umsetzt, um die E-Klausur weiter zu einem leistungsfähigen Instrument der Hochschullehre zu machen, können Interessierte im duz Magazin (Ausgabe 08/14) nachlesen. In diesem Beitrag werden auch Chancen und Grenzen von E-Learning für Prüfungen ausführlicher aufgegriffen.
 
 
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