Neue Online Seminare an der Universität Hamburg
Mit virtueller und digitaler Lehre zum Studienerfolg: Dieses Konzept findet an immer mehr Hochschulen und Universitäten Zuspruch. Die Universität Hamburg hat nun ihren ersten Massive Open Online Course (MOOC) gestartet, das Seminar ' Faszination Kristalle und Symmetrie'. Zu den Zielen der Initiative gehören die Flexibilisierung des Lernens und auch die Bereitstellung von Wissensinhalten für ein breiteres Publikum. Kommt das im Bereich der Hochschulbildung an?

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, verzeichnet der MOOC der Universität Hamburg bereits hohe Anmeldezahlen. Das kostenfreie Online-Seminar ging aus einer Teilnahme an einem Wettbewerb des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft hervor. Das Hamburger Forscher- und Chemiker-Team überzeugte mit seinem Bewerbungsvideo und konnte als eines von insgesamt 10 Preisgeld-Gewinnern seine Kursidee entsprechend umsetzen (Quelle: abendblatt.de )

Das Lernen und Lehren an Hochschulen entwickelt sich kontinuierlich weiter. Die sogenannten 'Digital Natives' werden dabei nicht allein mit gesonderten Angeboten für ein Fernstudium, sondern auch beim Präsenzunterricht mit vielen digital und medial unterstützten Lerninhalten begleitet. Welche besonderen Aspekte des E-Learning dabei aufgegriffen werden, ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Als wahrscheinlich gilt, dass Massive Open Online Courses (Moocs) künftig eine zunehmende Rolle im Hochschulbildungsalltag spielen werden.
 

Virtuelle Lehre bei Fernstudium und Präsenzstudium gleichermaßen gefragt

 
Befürworter des digitalen Lernens bringen ebenfalls an, dass Moocs Lernenden und Lehrenden gleichermaßen Vorteile bieten. Insbesondere für Einführungskurse und -seminare mit weitgehend beständigen Inhalten ermögliche ein einmal erstellter Online-Kurs eine entsprechende Zeitersparnis, die Hochschullehrer dann beispielsweise für eine individuellere Betreuung ihrer Studenten investieren können. Die Kurs- bzw. Seminarteilnehmer können die Inhalte wiederum nach Bedarf abrufen und das darin vermittelte Wissen flexibler erarbeiten.

Kritiker führen beispielsweise die Kosten für Mooc-Produktionen an, für die speziell im Hochschulbereich auch entsprechende Kapazitäten und Ressourcen verwaltungstechnisch eingeplant werden müssen. Auch sei fraglich, ob sich das kostenfreie Bereitstellen der Lerninhalte auf lange Sicht als rentabel und umsetzbar erweist.

Neben der Universität Hamburg, die unter www.wiso.uni-hamburg.de/elearning/blog/ auch sehr ausführlich zum Thema E-Learning und aktuellen Moocs informiert, nimmt auch an anderen Universitäten und Hochschulen in Deutschland die Anzahl von Online-Seminaren und digitalen Lerninhalten rund um Vorlesungen zu.
 
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