eLearning Branche wächst

 Im Dezember 2016 brachte das mmb Institut zum neunten Mal seine aktuelle Branchenanalyse für den eLearning-Markt heraus. Für den aktuellen Bericht befragte man 43 Unternehmen zu ihren wirtschaftlichen Daten aus den Jahren 2014 und 2015. Auf dieser Grundlage kann man sich ein Bild von der Entwicklung und den Trends dieser Zukunftsbranche machen.

Umsatz-Wachstum um 14 Prozent


Dass es der eLearning-Branche gut geht, sieht man an den wachsenden Umsätzen. Diese stiegen von 2014 zu 2015 nämlich um 14 Prozent. In den Vorjahren lag das Umsatzplus bei 11,4 Prozent (2013/2014), 13,5 Prozent (2012/2013) und 14,6 Prozent (2011/2012). Eine Blütezeit erlebte die eLearning-Branche im Jahr 2011, in dem sie gegenüber 2010 eine Umsatzsteigerung von 21,9 Prozent erzielte.

Content-Distribution als stärkstes Geschäftsfeld


Zu welchen Anteilen sich der Gesamtumsatz auf die einzelnen Geschäftsfelder verteilt, erlaubt Rückschlüsse auf die gegenwärtig erfolgreichsten Produkte und Dienstleistungen. Laut dem aktuellen Branchenbericht des mmb Instituts belegten im Jahr 2015 erstmals eLearning-Kurse bzw. das Anbieten digitaler Lerninhalte den ersten Platz der umsatzstärksten Geschäftsfelder. Rund ein Drittel des Umsatzes wird in diesem Bereich erwirtschaftet.

Der zweite Platz geht an das Produktions-Geschäftsfeld, sprich das Erstellen und Veredeln digitaler Lerninhalte . Im Vergleich zu den Vorjahren ging der Umsatz in diesem Bereich jedoch stark zurück: Von 38,5 Prozent im Jahr 2014 auf 31,9 Prozent im Jahr 2015. Die Bronze Medaille bekommt schließlich der Geschäftsbereich Verkaufen und Vermieten von eLearning-Software, obwohl hier ebenfalls ein rückwertiger Trend zu beobachten ist: Gegenüber 2014 nahmen die Anteile am eLearning-Umsatz von 22,5 Prozent auf 16,7 Prozent ab.

In den übrigen eLearning-Geschäftsfeldern stellt die Branchenanalyse keine gravierenden Veränderungen fest. Der Anteil des Felds Beratung zu eLearning-Produkten am Umsatz ging 2015 wie in den Vorjahren auch weiter leicht zurück auf nunmehr 11,1 Prozent (2014: 11,8 Prozent; 2013: 12,2; 2012: 13,5 Prozent).

Gemessen am eLearning-Umsatz spielen die Geschäftsfelder Anpassung, Dienstleistungen sowie der Verkauf bzw. die Vermietung von eLearning- bzw. Wissensmanagement-Hardware nur eine marginale Rolle. Ihr Anteil betrug in den vergangenen vier Jahren lediglich 4 bis 6 Prozent.

eLearning-Arbeitsmarkt


Hinsichtlich der Beschäftigten-Zahlen stehen die Zeichen ebenfalls auf Wachstum. Der eLearning-Arbeitsmarkt legte 2015 im Vergleich zum Vorjahr um gut 15 Prozent zu. Etwa 20 Prozent der festangestellten Fachkräfte sind im Bereich der Softwareentwicklung tätig.

Mit Consulting und der Kundenberatung sind etwa 11 Prozent alle eLearning-Mitarbeiter beschäftigt; geringfügig darunter liegt der Anteil derjenigen, die im Produktmanagement und der Projektleitung tätig sind. Die weiteren Tätigkeitsfelder liegen unter der 10-Prozent-Marke: Konzeption, Gestaltung, Produktion (9,9 Prozent), Design und Animation (9,3 Prozent), Drehbuch und Redaktion (9,1 Prozent), Vertrieb/Sales (7,3 Prozent), IT-Systemadministration (5,7 Prozent), Verwaltung/Back-Office (5,3 Prozent), Kundenbetreuung, Service, Support (4,9 Prozent) und Marketing und PR (4,4 Prozent).

Maßgeschneiderte eLearning-Produkte als führendes Geschäftsmodell

Die Dienstleister auf dem eLearning-Markt bieten zu zwei Dritteln Custom-made-Produkte an. Dieses Geschäftsmodell bestimmte 2015 zu 67 Prozent die Branche. Der Anteil der Serienproduktionen lag bei 26 Prozent.

 
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