Glossar
E-Learning Lexikon – Die 25 wichtigsten Fachbegriffe

Da E-Learning als Fachbereich mehrere Teilgebiete umfasst, ist es von Bedeutung wichtige Fachbegriffe rund um das elektronisch gestützte Lernen (Electronic Learning, kurz: E-Learning) zu kennen. Dieses Glossar stellt Informationen zu E-Learning Synonymen und mit E-Learning verwandten Bezeichnungen bereit.

Advanced Distributed Learning (ADL)
… ist eine vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium gegründete Initiative, die seit 1997 besteht und sich der Entwicklung von E-Learning Technologiestandards widmet. Dabei arbeitet ADL mit anderen Organisationen, beispielsweise dem IEEE, zusammen.

Aviation Industry CBT Committee (AICC)
… ist eine international tätige Organisation technischer Fachkräfte, die im gemeinsamen Verbund neue Richtlinien und Methoden für den Einsatz von Computer Based Training (CBT) in der Luftfahrtindustrie entwickeln und bewerten. Die vom AICC bereitgestellten CMI-Richtlinien sind auch über die amerikanische Luftfahrtindustrie hinaus bedeutend.

Autorensysteme
… dienen der Konzeption von Präsentationen und interaktiven Lernumgebungen, die mit Text, Bild, Video und Musik und Animationen unterlegt werden können. Mit Autorensystemen können verschiedenste multimediale Inhalte erstellt werden, wobei dafür keine besonderen Programmierungskenntnisse notwendig sind. Ein beliebtes Autorensystem für das Erstellen von Anwendungen zu Sprachen lernen ist Hot Potatoes.

Asynchrones Lernen
… beschreibt Lernprozesse, bei denen keine direkte Interaktion zwischen Lehrendem und Lernendem erfolgt. Sie findet stattdessen zeitlich versetzt statt. E-Learning bietet als asynchrones Lernen ein hohes Maß an Flexibilität.

Blended Learning
… wird auch als Hybrides Lernen oder Integriertes Lernen bezeichnet. Der Begriff beschreibt den kombinierten Einsatz von E-Learning Techniken und Präsenzveranstaltungen, um die Vorteile des Online Lernens noch besser ausschöpfen zu können.

Computer Based Training (CBT)
… steht für Computer gestütztes Lernen und gehört zu den häufig eingesetzten Online-Lerntechniken. Spezielle Lernsoftware oder andere auf dem PC gespeicherte Programme werden für die Aus- und Weiterbildung genutzt. Im Vergleich dazu steht Web Based Training (WBT), das Lerntechniken im Umfeld von Internet und Intranet beinhaltet.

Distance Learning
…. oder Fernlernen umfasst alle Lernmethoden, bei denen Lehrende und Lernende räumlich und zeitlich getrennt Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durchführen.

E-Collaboration
… beschreibt die elektronisch basierte Zusammenarbeit von Gruppen, Unternehmen oder Organisationen, um Ressourcen gemeinsam zu nutzen und den Wertschöpfungsprozess effizienter zu gestalten.

E-Coaching
… ist eine Form des E-Learnings, die über das Internet durchgeführt wird. Die Lehrenden unterstützen dabei die Lernenden im Online-Umfeld.

E-Mentoring
… sind Internet basierte Programme zur Unterstützung von Lernprozessen. Der Mentor (z.B. Online-Tutor) unterstützt den Lernenden im virtuellen Raum.

Edutainment
… setzt sich aus den englischen Wörtern Education und Entertainment zusammen. Der Begriff umfasst jegliche Form der 'unterhaltsamen“ Wissensvermittlung, zu der im E-Learning insbesondere interaktive und multimediale Inhalte beitragen. Beispiele für Edutainment sind Online-Lernspiele oder Wissenschaftssendungen im Fernsehen. 

Hybrides Lernen
… kann als Synonym für Blended Learning bezeichnet werden. Durch die Verzahnung von Präsenz-Lernen und Online-Lernen entsteht ein synergetisches Potential.

Institute of Electric and Electronic Engineers (IEEE)
… gehört zu den größten technischen Berufsverbänden weltweit und ist in mehr als 150 Ländern mit zahlreichen Mitgliedern vertreten. Hauptsitz der Organisation ist New York City. Das IEEE veranstaltet regelmäßig Tagungen und andere Veranstaltungen, gibt verschiedene Fachzeitschriften heraus und ist an der Standardisierung von Soft- und Hardware sowie E-Learning Techniken maßgeblich beteiligt.

Learning Management System (LMS)
… bezeichnet ein komplexes Softwaresystem, mit dem Lerninhalte bereitgestellt und Lernprozesse organisiert werden können. Bei Internet basierten Lernumgebungen (vgl. WBT) sind Learning Management Systeme beispielsweise für die Interaktion zwischen Lehrenden und Lernenden erforderlich. Eine alternative Bezeichnung für LMS ist Lernplattform.

Learning Technology Standards Committee (LTSC)
… ist ein Kommiteé des IEEE, das für die Entwicklung von Standards und Richtlinien von E-Learning Programmen zuständig ist.

Mobile Learning (M-Learning)
… ist eine spezifische E-Learning Form. Verschiedene mobile Endgeräte (z.B. Handys, Notebooks) werden als Lernmedien eingesetzt, weshalb Flexibilität sowie zeitliche und örtliche Unabhängigkeit zu den größten Vorteilen von M-Learning gehören.

Online Assessment
… ist ein Sammelbegriff für alle Verfahren, die zur Einschätzung der persönlichen Eignung (z.B. im Kontext von Beruf) eingesetzt werden und auf Internetbasis durchgeführt werden. Eine alternative Bezeichnung ist E-Assessment.

Online Symposium
… ist die Bezeichnung für eine Veranstaltung (z.B. Symposium, Tagung), die im virtuellen Raum stattfindet. Eine weitere Form der Vernetzung, die Veranstaltungen örtlich unabhängig machen sind Telefon- oder Videokonferenzen, die auch per Internetverbindung stattfinden können.

Shareable Content Object Reference Model (SCORM)
… ist ein von der ADL Initiative entwickeltes Referenzmodell für Lerninhalte.  Zu den Zielen des Modells gehören die einfache Austauschbarkeit und Wiederverwendbarkeit von Lerninhalten sowie der schnelle Zugriff auf verschiedene Lernumgebungen. 
 
Selbstorganisiertes Lernen (SOL)
… ist ein pädagogisches Konzept (Unterrichtsmodell), das speziell den Aufbau von Lernkompetenzen fördern soll. Der Lernende soll dazu befähigt werden, Lerninhalte selbstständig zu strukturieren und Methoden festzulegen, die für den Lernerfolg dienlich sind.

Synchrones Lernen
… ist im Gegensatz zu asynchronem Lernen dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikation zwischen Lehrendem und Lernendem zeitgleich, jedoch häufig über eine räumliche Distanz erfolgt. Klassische Beispiele für synchrones Lernen im E-Learning Umfeld sind Chats oder Voice over IP.

Teleteaching
… ist als Teilbereich des Fernlernens (Distance Learning) zu verstehen und tritt in unterschiedlichen Kontexten auf. An Universitäten kommt beispielsweise Telelecturing zum Einsatz, wenn Vorlesungen per Internet live übertragen werden.

Teletutoring
… ist eine Sonderform des Fernunterrichts, bei der Lernende sich über Internet oder andere Medien mit dem betreuenden Lehrpersonal (Tutoren) in Verbindung treten können. Zeitliche und örtliche Unabhängigkeit stehen im Vordergrund.

Virtual Classroom
… steht für die Wissensvermittlung im virtuellen Raum. Bei Hochschulen, die mit E-Learning arbeiten, spricht man von Virtueller Lehre.

Web Based Training (WBT)
… umfasst alle Techniken und Methoden, die mit Internet basierter Wissensvermittlung in Zusammenhang stehen. Während Computer Based Training auf die Speicherung von Lerneinheiten auf Datenträgern zurückgreift, können Lerninhalte beim Web Based Training im virtuellen Raum (z.B. Internet) abgerufen werden.



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